Hilft Hypnose bei ALS ? ALS-Fighter Leverkusen

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 

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2. Hypnose

Heute war, nach längerer Pause, Harrys 2. Hypnose. Dauer ca. 60 Minuten.

 

Vor der Hypnose

Wir haben zunächst ausführlich besprochen, dass die Zusammenarbeit gemäß meiner Vorstellungen zu intensivieren ist. Harry beschrieb seinen gefühlten Krankheitszustand als schleichend schlimmer werdend. Binnen der letzten 5 Monate hat sich beispielsweise sein Atemvolumen um weitere 20% verringert und beträgt nunmehr ca. 50%. Dazu eine Gewichtsabnahme von ca. 6kg.

 

Einleitung

Die Hypnose wurde in Seitenlage durchgeführt. Harry erwies sich bei der 1. Sitzung als kein ganz leichter Kandidat. Als Induktion bemühte ich dieses Mal eine Kombination aus Konfusions- und Schreckhypnose. Diese Einleitung gehört zu den Blitzhypnosetechniken. Entsprechend war Harry unmittelbar in Trance, die ich sodann weiter vertiefte. Sowohl der Augenschlusstest ( Harry konnte seine Augen nicht mehr öffnen ), als auch das Festkleben seines Arms am Körper waren positiv. Suggerierte Luftballons an seinem Arm, ließen diesen wenige cm steigen.

 

Befragung des Unterbewusstseins (UB)

Die heute erreichte Trancetiefe war, um das UB befragen zu können, grenzwertig. Ich bat das UB mir mit Fingern „Ja-“ ( Daumenbewegung ) und „Nein-“ Zeichen ( kleinen Finger bewegen ) zu geben. Auf meine Frage hin hat das UB bestätigt, dass es Kenntnis von Harrys Erkrankung hat und den Auslöser der ALS kennt. Die Trancetiefe schwankte oft zwischen einer geeigneten und einer zu leichten Trance für die Befragung, sodass ich mehrfach den geeigneten Moment zur Fragestellung abzupassen hatte. Mehrere Fragen wurden sodann mit deutlichem Fingerzeig, sowohl mit Daumen als auch mit dem kleinen Finger beantwortet. So wurde auch deutlich bestätigt, dass eine Verletzung des UBs für die Auslösung der ALS verantwortlich ist, diese also vom UB ausgelöst wurde. Manche Fragen, z.B. die, nach dem Zeitpunkt der Verletzung blieben noch unbeantwortet. Ob diese Bewusst nicht beantwortet wurden, oder ob das UB selber noch auf der Suche nach den Antworten ist, wird die Zukunft zeigen. Das UB sagte zu, die Krankheit vorerst anzuhalten, wenngleich diese Zusage erst nach langem Zögern angezeigt wurde. Einige der zuvor gestellten Fragen stellte ich erneut in umgekehrter Form, sodass die Antworten auch gegensätzlich ausfallen sollten. So geschah es dann auch. An dieser Stelle räume ich sehr gerne mit der Mähr auf, dass das UB keine Negationen verarbeiten kann. Erstaunlich, dass teils Kollegen diesen Unsinn immer noch verbreiten. Ich spürte sehr deutlich, dass das UB – und somit auch Harry, stark belastet waren und sich Erschöpfung breitmachte. Also beendete ich den Dialog an dieser Stelle, nachdem ich mir die Zusage, die Krankheit anzuhalten, nochmals bestätigen ließ.

 

Suggestionen

Nach der Beendigung des Dialogs mit dem UB, zeigte sich Harrys Erschöpfung weiter. Ich vertiefte nur noch die Vereinbarungen mit dem UB und suggerierte einen erholsameren Schlaf, dazu Zuversicht und Motivation. Auf eine anschließende Entspannungsphase verzichtete ich aus dem Gefühl heraus, dass Harry gerne zurück ins Hier und Jetzt wollte. Bei „3“ waren alle Körperfunktionen auf Optimal gestellt und Harry zurück.

 

Nach der Hypnose

Wie erwartet, wusste Harry wieder nicht, ob er denn in Hypnose war. Ganz amüsant, wie er nach Erklärungen dafür suchte, dass er seine Augen nicht mehr öffnen konnte, sein Arm festklebte und seine beiden Finger immer genau dann zuckten, wenn ich eine Frage gestellt hatte und das genau der andere Finger zuckte, wenn ich die gleiche Frage negiert gestellt habe. Die Hypnose relativ früh zu beenden erwies sich als richtig, Harry was ziemlich erschöpft, er hatte hart gearbeitet.

Hypnotiseur am 30.12.13 22:38

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