Hilft Hypnose bei ALS ? ALS-Fighter Leverkusen

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 

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Als-Fighter Leverkusen stellt sich vor!

Hallo liebe Leser dieser Blogseite, ich möchte mich hier kurz Vorstellen und mitteilen, wie ich zu diesem Hypnoseexperiment stehe und welche Gedanken mir vor Beginn der Therapie durch den Kopf gehen. Aber zuerst geht mein herzlicher Dank an den Hypnotiseur Dirk, denn ohne sein Engagement und seiner Neugier, ob Hypnose auch bei ALS-Patienten helfen kann, gäbe es dieses Projekt gar nicht! Ich finde es wunderbar, dass er bereit ist mit seinem Wissen und Können herauszufinden was für uns betroffene an Verbesserungen möglich ist. Weiterhin gilt es für mich zu erwähnen, dass dieses ganze Projekt vollkommen transparent, freiwillig und kostenfrei stattfindet. Also hier nochmals ein riesen Dankeschön an DIRK!!! Ich bin also Harry, der ALS-Fighter aus Leverkusen, habe meine ALS-Diagnose im Juli 2011 nach einem neuntägigen Aufenthalt in der Uni-Klinik Düsseldorf bekommen. Bestimmte, mir damals noch unbegreifliche Beschwerden zeigten sich schätzungsweise schon 2009, wenn nicht schon früher. Es fing an mit gelegentlichem Stolpern, Zittrigkeit, gelegentliche Muskelkrämpfe bei Streckbewegungen, Muskelzucken an verschiedensten Körperstellen, Kraftverlust in den Fingern, dann in den Armen. Später fiel anderen auf, dass ich anfing beim Gehen wie ein Teletubbi hin und her zu eiern. Als ich 2011 nun endlich meine Diagnose bekam, konnte ich schon nur noch etwa 500 bis 1000 Meter gehen. Laufen, sprich Joggen war schon nicht mehr möglich. Gleichgewicht halten, also auf einem Bein Stehen oder auf einer Linie gehen, war auch nur noch mit Schwierigkeiten machbar. Noch im Herbst 2011 begann ich zum sicheren Gehen einen Gehstock zu benutzen. Aufgrund der zunehmenden Fußhebeschwäche bekam ich dann auch spezielle Fußorthesen um nicht so oft zu Stolpern. Denn Stolpern bedeutet gleichzeitig Stürzen, weil die Grundschnelligkeit für einen Ausfallschritt fehlt. Alle Beschwerden steigern sich schleichend, jeden Tag, fast unbemerkt aber unaufhaltsam. Somit bin ich mittlerweile auf meinen Rollstuhl angewiesen, Gehen ist nur noch ein paar Schritte möglich, wobei ich aber gestützt werden muss. Bisher konnte ich mit meinen Armen und Händen noch das wesentliche erledigen, mittlerweile aber wird es grenzwertig. Nur noch mit Mühe bekomme ich, die Kaffeetasse zum Mund geführt, die Nase oder die Zähne geputzt. Auch das Schreiben am Computer oder das Bedienen des Telefons wird aufgrund der Koordinationsproblematik der Hände/Finger immer schwieriger. Ab einer gewissen Sitzhöhe (Stuhl, Couch, Bett) bin ich nicht mehr in der Lage ohne fremde Hilfe aufzustehen. Liegen, bzw. Schlafen ist nur noch auf der linken Körperseite möglich, liege ich anders bekomme ich massive Atemprobleme. Sprechen strengt mich ziemlich an, die Sprache ist etwas undeutlich und drucklos. Aufgrund der Schwächung des Zwerchfells habe ich zunehmend Probleme mit der Atmung, was sich auch auf das Sprechen auswirkt. Für Probleme, die mit Essen und Trinken zusammenhängen sind die Zungenmotorik, die Lippen und der Kehlkopfdeckel zuständig. Essen und Trinken funktioniert noch einigermaßen, wenn konzentriert gekaut und geschluckt wird, ist man zu hektisch, kann der Kehlkopfdeckel nicht schnell genug schließen und es kommt zum Verschlucken, teils mit übler Luftnot. Die Lippenmuskulatur hat auch schon an Kraft verloren, will man beim Trinken zu viel, kommt ein Teil auch gleich wieder raus, oder Verschlucken ist angesagt. Nun zur Hypnose! Vor etwa fünf Wochen bekam ich von Dirk die Anfrage, ob ich an diesem Experiment „Hilft Hypnose bei ALS?“ teilnehmen möchte. Da ich mich aber am 4.9.2013 in Wien einer Stammzelltherapie unterzogen habe und im Anschluss eine Entgiftung von Schwermetallen durchgeführt habe, entschloss ich mich dagegen. Ich wollte vermeiden, dass bei eventuell auftretenden Veränderungen meines Gesundheitszustandes nicht erkennbar ist, welche Therapie dafür in Frage kommt. Zusätzlich muss ich gestehen, dass ich Hypnose immer belächelt habe und es für Hokus-Pokus hielt. „Bei mir klappt das eh nie“, dachte ich immer. Somit kam es dann zu -Probandin 1, Petra- und -Probandin 2, Kerry-. Mit Erstaunen verfolge ich nun deren Blog’s und bin von den Erfolgen in dieser kurzen Zeit begeistert. Meine Stammzelltherapie ist nun knapp 12 Wochen her, bisher ist es zu keiner Verbesserung gekommen, man sagt zwar, es kann bis zu 4-6 Monate dauern, aber leider schreitet die Krankheit weiter schleichend voran. Somit habe ich mich nun für die Hypnose entschieden, denn sollte es auch bei mir zu kurzfristigen Erfolgen kommen, können diese nur durch die Hypnose entstanden sein. Mal sehen was sich morgen ergibt, ich bin sehr gespannt ob Dirk es schafft mich in Hypnose zu bringen, wie ich es empfinde und ob es uns beiden danach noch gut geht … Asta la vista, Dirty Harry

Als-Fighter Leverkusen am 25.11.13 20:27

Letzte Einträge: Frohes Fest, 2. Hypnose, Meine zweite Hypnosesitzung, kleiner zwischenbericht, Nächste Hypnose..., Beendigung dieses Blogs

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Petra (25.11.13 20:41)
viel glück... Ich denke an Dich


kerry (26.11.13 07:16)
Schlaf gut, es wird Dir gut tun... Ich freue mich schon auf Donnerstag, dann bin ich wieder dran. Ganz viel Glück und tiefe Entspannung. Kerry


Peter (26.11.13 18:42)
ich glaube an euch - ich glaube an die sache
ich bete für uns