Hilft Hypnose bei ALS ? ALS-Fighter Leverkusen

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 

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Nächste Hypnose...

...Mittwoch den 15.01.14

kleiner zwischenbericht

in der letzten, meiner 2ten hypnosesitzung am 30.12., ging es hauptsächlich darum, mich überhaupt in hypnose zu versetzen. gegenüber der 1sten sitzung ist es nun gelungen, dass auch ich der ansicht bin in hypnose gewesen zu sein. zwar konnte dirk noch nicht so tief vordringen aber ich bin froh einen weiteren level erreicht zu haben. dirk vereinbarte mit meinem ub dass es zu keiner verschlechterung kommen soll, also dass die krankheit vorerst angehalten werden soll. weitere vereinbarungen wurden mit dem ub noch nicht getroffen. was soll ich nun sagen? eine verschlechterung seit der 2ten hypnose, also nach 7 tagen, kann ich bisher nicht feststellen. diese erkenntnis pflanze ich mir auf jeden fall erst einmal in mein hirn ein und hoffe/warte/freue mich auf kommende erfolge! liebe grüße, harry

Meine zweite Hypnosesitzung

GESTERN ABEND HATTE ICH MEINE ZWEITE HYPNOSESITZUNG, ODER SAGEN WIR EINMAL HYPNOSELIEGUNG, DENN ICH WÄHLTE DIESES MAL DAS BETT IN UNSEREM SCHLAFZIMMER ALS HYPNOSEORT AUS. DAVON ERHOFFTE ICH MIR EINE RUHIGERE UND ENTSPANNTERE ATMOSPHÄRE, DENN DIE ERSTE SITZUNG, IM WOHNZIMMER AUF MEINEM ROLLSTUL SITZEND, EMPFAND ICH ALS ZU UNBEQUEM UND ZU UNRUHIG. BEQUEM UND IM BETT, AUF DER SEITE LIEGEND, BEGANN DIRK MICH NACH DEN GESCHENKEN VOM WEIHNACHTSABEND ZU BEFRAGEN, WÄHREND ICH ÜBERLEGTE, STARTETE ER FÜR MICH ÜBERRASCHEND MIT DER HYPNOSE. (diesmal war ich wohl besser vorbereitet, und dirk hatte sich ebenfalls, mit dieser anderen technik, auf mich vorbereitet) ICH HATTE DAS GEFÜHL ALLES MITZUBEKOMMEN UND WAHRZUNEHMEN, ALSO EIN GEFÜHL ALS WÄRE ICH NICHT IN HYPNOSE. BEISPIELSWEISE SAGTE DIRK, ICH SOLLE DIE AUGEN ÖFFNEN, EIGENTLICH WAR MIR KLAR, WENN ICH WOLLTE KÖNNTE ICH SIE ÖFFNEN, ABER ICH TAT ES NICHT. WARUM TAT ICH ES NICHT? KONNTE ICH ES NICHT? DIRK SAGTE AUCH, DASS MEIN ARM VON DEN LUFTBALLONS ANGEHOBEN WIRD, ICH HATTE DEN EINDRUCK DASS DER ARM LIEGEN GEBLIEBEN IST. IN WIRKLICHKEIT HATTE ER SICH ABER ANGEHOBEN. ALSO GEHE ICH DAVON AUS, DASS ICH WAHRHAFTIG IN HYPNOSE WAR. WENN AUCH, WIE DIRK NACHHER SAGTE, NOCH NICHT SO TIEF. ABER DENNOCH AUSREICHEND UM MIT MEINEM UNTERBEWUSSTSEIN ZU KOMMUNIZIEREN. AUCH DIESE UNTERHALTUNG HABE ICH WAHRGENOMMEN. AUF GESTELLTE FRAGEN SOLLTE MIT BEWEGUNGEN DES DAUMENS MIT JA UND MIT BEWEGUNGEN DES KLEINEN FINGERS MIT NEIN GEANTWORTET WERDEN. ZUMEIST SPÜRTE ICH DIE FINGERBEWEGUNGEN AUCH, OHNE DASS ICH ES BEWUSST SELBER AUSGEFÜHRT HABE. ICH SPÜRTE MEINE NEUGIER UND VERWUNDERUNG ÜBER DIE BEANTWORTUNG DER GESTELLTEN FRAGEN. DIE GENAUE DARSTELLUNG DER FRAGEN UND ANTWORTEN ÜBERLASSE ICH ABER DIRK IN SEINEM BLOGEINTRAG. AUCH SPÜRTE ICH IM VERLAUFE DER HYPNOSE EINE ENORME ANSTRENGUNG UND ERSCHÖPFUNG, MIT DEM WUNSCH EIN ENDE DER HYPNOSE ZU ERREICHEN. ICH GLAUBE, DASS DIRK EBENFALLS MEINE ERSCHÖPFUNG WAHRGENOMMEN HAT UND MICH INS JETZT UND HIER ZURÜCK GEHOLT HAT. NACH DER HYPNOSE FÜHLTE ICH MICH SCHLAPP UND HATTE KOPFSCHMERZEN. BIN ABER FROH DASS DIRK MICH SCHON WIEDER EINEN SCHRITT WEITER ZU EINER TIEFEREN HYPNOSE BRINGEN KONNTE.

2. Hypnose

Heute war, nach längerer Pause, Harrys 2. Hypnose. Dauer ca. 60 Minuten.

 

Vor der Hypnose

Wir haben zunächst ausführlich besprochen, dass die Zusammenarbeit gemäß meiner Vorstellungen zu intensivieren ist. Harry beschrieb seinen gefühlten Krankheitszustand als schleichend schlimmer werdend. Binnen der letzten 5 Monate hat sich beispielsweise sein Atemvolumen um weitere 20% verringert und beträgt nunmehr ca. 50%. Dazu eine Gewichtsabnahme von ca. 6kg.

 

Einleitung

Die Hypnose wurde in Seitenlage durchgeführt. Harry erwies sich bei der 1. Sitzung als kein ganz leichter Kandidat. Als Induktion bemühte ich dieses Mal eine Kombination aus Konfusions- und Schreckhypnose. Diese Einleitung gehört zu den Blitzhypnosetechniken. Entsprechend war Harry unmittelbar in Trance, die ich sodann weiter vertiefte. Sowohl der Augenschlusstest ( Harry konnte seine Augen nicht mehr öffnen ), als auch das Festkleben seines Arms am Körper waren positiv. Suggerierte Luftballons an seinem Arm, ließen diesen wenige cm steigen.

 

Befragung des Unterbewusstseins (UB)

Die heute erreichte Trancetiefe war, um das UB befragen zu können, grenzwertig. Ich bat das UB mir mit Fingern „Ja-“ ( Daumenbewegung ) und „Nein-“ Zeichen ( kleinen Finger bewegen ) zu geben. Auf meine Frage hin hat das UB bestätigt, dass es Kenntnis von Harrys Erkrankung hat und den Auslöser der ALS kennt. Die Trancetiefe schwankte oft zwischen einer geeigneten und einer zu leichten Trance für die Befragung, sodass ich mehrfach den geeigneten Moment zur Fragestellung abzupassen hatte. Mehrere Fragen wurden sodann mit deutlichem Fingerzeig, sowohl mit Daumen als auch mit dem kleinen Finger beantwortet. So wurde auch deutlich bestätigt, dass eine Verletzung des UBs für die Auslösung der ALS verantwortlich ist, diese also vom UB ausgelöst wurde. Manche Fragen, z.B. die, nach dem Zeitpunkt der Verletzung blieben noch unbeantwortet. Ob diese Bewusst nicht beantwortet wurden, oder ob das UB selber noch auf der Suche nach den Antworten ist, wird die Zukunft zeigen. Das UB sagte zu, die Krankheit vorerst anzuhalten, wenngleich diese Zusage erst nach langem Zögern angezeigt wurde. Einige der zuvor gestellten Fragen stellte ich erneut in umgekehrter Form, sodass die Antworten auch gegensätzlich ausfallen sollten. So geschah es dann auch. An dieser Stelle räume ich sehr gerne mit der Mähr auf, dass das UB keine Negationen verarbeiten kann. Erstaunlich, dass teils Kollegen diesen Unsinn immer noch verbreiten. Ich spürte sehr deutlich, dass das UB – und somit auch Harry, stark belastet waren und sich Erschöpfung breitmachte. Also beendete ich den Dialog an dieser Stelle, nachdem ich mir die Zusage, die Krankheit anzuhalten, nochmals bestätigen ließ.

 

Suggestionen

Nach der Beendigung des Dialogs mit dem UB, zeigte sich Harrys Erschöpfung weiter. Ich vertiefte nur noch die Vereinbarungen mit dem UB und suggerierte einen erholsameren Schlaf, dazu Zuversicht und Motivation. Auf eine anschließende Entspannungsphase verzichtete ich aus dem Gefühl heraus, dass Harry gerne zurück ins Hier und Jetzt wollte. Bei „3“ waren alle Körperfunktionen auf Optimal gestellt und Harry zurück.

 

Nach der Hypnose

Wie erwartet, wusste Harry wieder nicht, ob er denn in Hypnose war. Ganz amüsant, wie er nach Erklärungen dafür suchte, dass er seine Augen nicht mehr öffnen konnte, sein Arm festklebte und seine beiden Finger immer genau dann zuckten, wenn ich eine Frage gestellt hatte und das genau der andere Finger zuckte, wenn ich die gleiche Frage negiert gestellt habe. Die Hypnose relativ früh zu beenden erwies sich als richtig, Harry was ziemlich erschöpft, er hatte hart gearbeitet.

Frohes Fest

Meine gesamte Familie und ich wünschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfest.

 

Mögt Ihr die Sorgen und Leiden einen Moment vergessen können und die besinnliche Zeit dafür nutzen, Euch zu erholen und Kräfte zu sammeln. Wir wünschen Euch unvergessliche Tage, viel Kraft und Zufriedenheit in der sonst oft schweren Zeit. Unsere Gedanken und guten Wünsche sind nicht nur bei den Erkrankten, sondern ebenso bei den Angehörigen und Behandlern, deren Betroffenheit und Engagement nicht zu unterschätzen ist. Ich durfte selber erfahren, dass ein Engagement gegen die ALS nicht im Hemd steckenbleibt, sondern nahezu omnipräsent bleibt. Mein persönlicher Dank gilt auch all denen, die uns bei unserem Versuch mit der Hypnose unterstützen. Als erstes die Probandinnen und Probanden, aber auch die Angehörigen und Therapeuten nebst Ärzte. Ich wünsche uns allen einen weiterhin steigenden Erfolg.

Frohe Weihnachten!

Nächste Hypnose...

...30.12.13

Hypnose...

emotion...verschoben auf den 30.12.13

Harry muss noch Hausaufgaben machen

Nächste Hypnose...

...am 18.12.13

Die Hypnose...

... wird auf die kommende Woche verschoben, da ich mir eine Erkältung eingefangen habe und diese nicht zu unseren Probanden tragen will.

Nächste Hypnose...

...Mittwoch 11.12.13

Nächste Hypnose...

... findet erst kommende Woche statt. Harry hat Hausaufgaben bekommen und ich baue mir bis dahin einen dicken Hypnosehammer für ihn...

Meine 1. Hypnose

Ja, da war sie, meine erste Hypnose ... Was soll ich sagen, der Wille ist da, aber ich werde noch an mir Arbeiten müssen. Irgendwie komme ich nicht in die Entspannungsphase und denke mal, dass Dirk sich einen Wolf hypnotisiert hat um mich weg zu bekommen. Er sagt zwar, dass ich irgendwann in einer leichten Hypnose war, aber mir kam es vor als wäre ich einfach mal eingenickt. Warum sind die beiden Mädels dazu in der Lage, können Frauen sich besser fallen lassen? Ich Mann, uga uga, und muss ich ein Schutzschild bilden? Darf keinen an mein innerstes lassen? Dirk hat mit meinem Unterbewusstsein einiges vereinbart, ich hoffe doch sehr dass es irgendwie haften bleibt. Die letzte Nacht habe ich bis etwa 7.00 Uhr durchgeschlafen. Zufall oder durch Hypnose? Mal schauen wie es weitergeht, ich werde auf jeden Fall versuchen mich darauf einzulassen! Dirk wird mir sowieso weiterhin Mut machen und das Beste geben! Also weiterhin optimistisch bleiben und nächste Woche neu versuchen …

1.Hypnosesitzung

Heute fand die 1. Hypnose mit Harry statt. Dauer der Hypnose ca. 90 Minuten.

Vor der Hypnose

Nach längerem, allgemeinem Vorgespräch, erklärte ich auch Harry kurz, was er zu tun hat und was er voraussichtlich spüren wird. Er möge alle meine Anweisungen sofort und ohne darüber nachzudenken ausführen. Und, dass er praktisch nicht spüren wird, dass er sich in Hypnose befindet.

 

Sanfte Einleitung der Hypnose

Harrys Skepsis war spür- und greifbar für mich. Ich entschied mich dennoch für eine sanfte Einleitung. Harry wählte den Rollstuhl, in einer Ruhestellung, als Hypnoseort aus. Erkennbar, tat sich nicht sofort ein Fenster für die Einleitung der Hypnose auf. Harry war bemüht, aber die Anweisungen kritiklos und sofort umzusetzen gelang ihm zunächst nicht. Zunächst machte ich aber weiter in der Hoffnung, dass Harry dennoch langsam in eine Trance gleiten würde. In einem, zum frühen Zeitpunkt durchgeführten Test bestätigte sich aber mein Eindruck, dass eine nennenswerte Trance noch nicht eingetreten war. Ich setzte mehrfach erneut an und versuchte es mit der sanften Methode von rechts, links, oben und unten, ohne eine geeignete Hypnosetiefe zu erreichen. Das kann vorkommen, ich verweise mal auf meinen vorhergehenden Beitrag im Blog.

 

Der kleine Holzhammer

Ich unterbrach die Hypnose kurz. Mit der Handshake-Methode, startete ich dann einen kleinen Überraschungsangriff auf das Unterbewusstsein (UB). Dann folgte eine kurze Vertiefung und eine erneute Unterbrechung. Wieder wählte ich in etwas abgewandelter Form die Handshake Methode und vertiefte sofort. Harry war nun sichtbar in Trance, die Augen flatterten ungleichmäßig. Als Test, welche Trancetiefe erreicht ist, habe ich Harrys Kopf an seiner Kopfstütze festkleben lassen, er konnte ihn nicht bewegen. Sekunden, nachdem ich die Suggestion, dass der Kopf dort festklebt zurückgenommen hatte, konnte er den Kopf wieder lösen. So weit, so gut. Tests bestätigten meinen Eindruck, dass eine deutliche Vertiefung der Trance, in dieser Sitzung, zu zeitaufwendig geworden wäre. Die erreichte Trancetiefe eröffnete die Möglichkeiten für Suggestionen, eine Befragung des UB kam noch nicht in Betracht.

Ich nehme ein Thema vorweg:

Nach der Hypnose:

Harry hatte den Eindruck, nicht in Hypnose gewesen zu sein. Folgendes spricht dafür, dass sich Harry irrt. Zunächst einmal, war das Festkleben des Kopfes an der Kopfstütze. Harry erklärte es sich selber damit, dass es eine momentane Schwäche gewesen sei. Warum sich der Kopf dann allerdings Sekunden später locker bewegen ließ, das wusste er nicht. – Ich schon! Direkt nach dem Ende der Hypnose, bewegte Harry seinen Kopf so, dass offensichtlich war, dass er lange Zeit eine  unbequeme Kopfhaltung hatte, was er auch bestätigte. Dann sagte er noch, dass er beim nächsten Mal seine Füße lang ausstrecken wollte, jetzt hatte er sie auf den Fußstützen. Zur Erholung ließ er sie lang ausgestreckt baumeln. Ich verweise nochmals auf meinen vorherigen Beitrag, den ich Stunden vor der Hypnose schrieb. Es erging Harry so, wie meiner Probandin, die gefroren hatte wie ein Schneider. Harrys Kopfhaltung war sehr unbequem. Dennoch war er nicht in der Lage oder willens, die Kopfhaltung zu verändern, sondern hielt das einen gute Stunde so durch. Es wäre doch normalerweise ein Leichtes gewesen, den Kopf mal eben etwas anders zu platzieren. Wäre es auch, wenn er eben nicht in Hypnose gewesen wäre. Er hat es gespürt, aber er sah keine Veranlassung etwas zu verändern. – Weil in Hypnose zwar alles wahrgenommen wird, es aber unwichtig ist. Gleiches mit der unbequemen Lage der Beine. Ohne in Trance zu sein, hätte er doch einfach seine Beine bequem gelagert, so, wie er es sofort nach der Hypnose getan hat. Harry hatte vermutet, vielleicht sogar leicht eingeschlafen zu sein – nein Harry, du warst stets aufnahmefähig.

 

Suggestionen

Aufgrund der Gesamtsituation, auch zeitlich, suggerierte ich Harry Zuversicht, Motivation und verankerte das. Ich verankerte außerdem, dass er wisse, dass die Krankheit anzuhalten ist. Ich bat das UB, die Krankheit für den Moment zu stoppen und keine Verschlechterung mehr zuzulassen und verankerte auch das. Weiter bat ich das UB Harry ein Zeichen dergestalt zu geben, dass er ab sofort auch andere Schlafstellungen, z.B. auf dem Rücken, ohne Atemnot einnehmen kann. Dann suggerierte ich Harry die Gewissheit, das Schlafen auf dem Rücken von nun an möglich sei. Wiederholungen und Vertiefungen schlossen die Hypnose ab. Ich stellte alle Körperfunktionen auf optimale Werte und holte Harry bei „3“ zurück ins „Hier und Jetzt“ .

Ausblick

In der nächsten Sitzung, nächste Woche, wird Harry mit Sicherheit einen tieferen Trancezustand erreichen als bei dieser Premiere. Übung macht den Meister.

Mal gucken was Harry so zu berichten hat.

Grundsätzliches zu Hypnose

Harry ist skeptisch, aber das macht nichts.

Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar. Eine Hypnose ist kein Schlaf, keine Bewusstlosigkeit. Es ist ein veränderter Bewusstseinszustand. Jemanden zu hypnotisieren bedeutet, ihn in Trance zu versetzen. Und das ist bei jedem möglich. Wir erleben tagtäglich Trancezustände, die einfach so eintreten. Wer kennt das nicht, dass er, bei wachem Verstand, 10 Seiten eines Buches gelesen hat und sich plötzlich fragt:" Was habe ich denn jetzt gelesen, was stand drin..." Oder dass man sich bei einer Autofahrt fragt:"Wie bin ich denn jetzt  hierher gekommen, habe ich alle Verkehrsregeln befolgt, wen habe ich überholt...?" Jeweils hat man sich in Trance befunden. Also, jeder ist hypnotisierbar. Individuell verschieden ist, wie tief die anfängliche Trance ist. Hier macht Übung den Meister. Mancher geht bereits bei der 1.Sitzung sehr tief ( bei mir mehr als 90% ), andere benötigen 2-3 Sitzungen, bis sie so tief in Trance gehen, wie ich es benötige. Also, Harry, keine Panik, auch du wirst in Hypnose gleiten. Freu dich auf das Erlebnis und lasse alles ganz locker auf dich zukommen. Wir sind nicht unter Druck, was die Trancetiefe angeht, denn in jeder Trancetiefe können wir etwas sinnvolles machen.

 

Was fühlt jemand, der sich in Hypnose befindet? Ihr werdet Euch wundern, fragt Petra und Kerry, man merkt es praktisch nicht. Man hört alle Umgebungsgeräusche, auch, wenn Euch z.B. eine Katze au den Schoß springen sollte, so merkt Ihr das natürlich. Stört mich das in der Hypnose? NEIN! Brauche ich absolute Ruhe? Nein! Was ist, wenn auf einmal der Nachbar einen Presslufthammer einsetzt? - Mir doch egal ! Ich und Ihr, benötigt auch keine dudelnde Musik. Kann man machen, muss man aber nicht. Komme ich mit Pendel und salbungsvoller Stimme daher? - Auch nicht! Ihr nehmt also unter Hypnose durchaus wahr, was um Euch herum geschieht. - Es ist Euch aber egal, ist nicht wichtig... So passierte es mir zuletzt, dass eine Hypnotisierte während der Hypnose gefroren hat, wie ein Schneider. Erst nach der Hypnose hat sie das gesagt. Sie hatte es gespürt, aber nicht den "Schalter" gefunden, sich zu beschweren oder etwas daran zu ändern.

Was muss Derjenige tun, damit er in Hypnose fällt? Grundsätzlich nichts. Es geht sogar gegen den Willen des Probanden, aber das ist aus ehtischer Sicht außen vor. Wer nicht in Hypnose möchte, warum sollte ich dann? Wer aber in Hypnose fallen möchte, der kann positiv mitwirken. Wie das? Aufputschmittel, auch größere Mengen an Kaffee oder Tee, sollten vermieden werden. Anweisungen des Hypnotiseurs sind sofort und ohne darüber nachzudenken auszuführen. Auch eine gewisse Erwartungshaltung gilt als förderlich und auch eine gewisse Übermüdung beschleunigt und vereinfacht die Sache.

Kann Hypnose jeder lernen? 

Grundsätzlich JA! Es sind erlernbare Techniken, die Personen in Hypnose bringen. Aber damit ist es nicht getan.  Ein guter Hypnotiseur hat einen ganzen Schrank von Techniken in petto. Welche er nun gerade benötigt, das muss er erkennen. Im Übertragenden Sinne: brauche ich für das Lösen der Schraube eine Zange, Maulschlüssel, Knarre oder Ringschlüssel. Muss ich sie vorher mit etwas einsprühen, vielleicht erwärmen oder nicht. Merke ich  beim Lösen der Schraube, ob ich das Gewinde beschädige...? Und was mache ich, wenn der Proband in Trance ist...? Dann muss ich wieder erkennen, welche Techniken erforderlich sind. Und, will ich die Hypnose nicht jedesmal unterbrechen, so sollte mir das geeignete Werkzeug, ohne danach suchen zu müssen, zur Verfügung stehen. Neben den teils durch Erfahrung erlernten Techniken ist aber noch mehr nötig. Rennfahrer nennen es das Popometer. Das hat man oder eben nicht. Und wenn man es hat, dann benötigt man auch noch die analytischen Fähigkeiten zu erkennen, wie man nun damit umzugehen hat. Ja, Hypnose hat gehörig mit Talent zu tun.

 

Als-Fighter Leverkusen stellt sich vor!

Hallo liebe Leser dieser Blogseite, ich möchte mich hier kurz Vorstellen und mitteilen, wie ich zu diesem Hypnoseexperiment stehe und welche Gedanken mir vor Beginn der Therapie durch den Kopf gehen. Aber zuerst geht mein herzlicher Dank an den Hypnotiseur Dirk, denn ohne sein Engagement und seiner Neugier, ob Hypnose auch bei ALS-Patienten helfen kann, gäbe es dieses Projekt gar nicht! Ich finde es wunderbar, dass er bereit ist mit seinem Wissen und Können herauszufinden was für uns betroffene an Verbesserungen möglich ist. Weiterhin gilt es für mich zu erwähnen, dass dieses ganze Projekt vollkommen transparent, freiwillig und kostenfrei stattfindet. Also hier nochmals ein riesen Dankeschön an DIRK!!! Ich bin also Harry, der ALS-Fighter aus Leverkusen, habe meine ALS-Diagnose im Juli 2011 nach einem neuntägigen Aufenthalt in der Uni-Klinik Düsseldorf bekommen. Bestimmte, mir damals noch unbegreifliche Beschwerden zeigten sich schätzungsweise schon 2009, wenn nicht schon früher. Es fing an mit gelegentlichem Stolpern, Zittrigkeit, gelegentliche Muskelkrämpfe bei Streckbewegungen, Muskelzucken an verschiedensten Körperstellen, Kraftverlust in den Fingern, dann in den Armen. Später fiel anderen auf, dass ich anfing beim Gehen wie ein Teletubbi hin und her zu eiern. Als ich 2011 nun endlich meine Diagnose bekam, konnte ich schon nur noch etwa 500 bis 1000 Meter gehen. Laufen, sprich Joggen war schon nicht mehr möglich. Gleichgewicht halten, also auf einem Bein Stehen oder auf einer Linie gehen, war auch nur noch mit Schwierigkeiten machbar. Noch im Herbst 2011 begann ich zum sicheren Gehen einen Gehstock zu benutzen. Aufgrund der zunehmenden Fußhebeschwäche bekam ich dann auch spezielle Fußorthesen um nicht so oft zu Stolpern. Denn Stolpern bedeutet gleichzeitig Stürzen, weil die Grundschnelligkeit für einen Ausfallschritt fehlt. Alle Beschwerden steigern sich schleichend, jeden Tag, fast unbemerkt aber unaufhaltsam. Somit bin ich mittlerweile auf meinen Rollstuhl angewiesen, Gehen ist nur noch ein paar Schritte möglich, wobei ich aber gestützt werden muss. Bisher konnte ich mit meinen Armen und Händen noch das wesentliche erledigen, mittlerweile aber wird es grenzwertig. Nur noch mit Mühe bekomme ich, die Kaffeetasse zum Mund geführt, die Nase oder die Zähne geputzt. Auch das Schreiben am Computer oder das Bedienen des Telefons wird aufgrund der Koordinationsproblematik der Hände/Finger immer schwieriger. Ab einer gewissen Sitzhöhe (Stuhl, Couch, Bett) bin ich nicht mehr in der Lage ohne fremde Hilfe aufzustehen. Liegen, bzw. Schlafen ist nur noch auf der linken Körperseite möglich, liege ich anders bekomme ich massive Atemprobleme. Sprechen strengt mich ziemlich an, die Sprache ist etwas undeutlich und drucklos. Aufgrund der Schwächung des Zwerchfells habe ich zunehmend Probleme mit der Atmung, was sich auch auf das Sprechen auswirkt. Für Probleme, die mit Essen und Trinken zusammenhängen sind die Zungenmotorik, die Lippen und der Kehlkopfdeckel zuständig. Essen und Trinken funktioniert noch einigermaßen, wenn konzentriert gekaut und geschluckt wird, ist man zu hektisch, kann der Kehlkopfdeckel nicht schnell genug schließen und es kommt zum Verschlucken, teils mit übler Luftnot. Die Lippenmuskulatur hat auch schon an Kraft verloren, will man beim Trinken zu viel, kommt ein Teil auch gleich wieder raus, oder Verschlucken ist angesagt. Nun zur Hypnose! Vor etwa fünf Wochen bekam ich von Dirk die Anfrage, ob ich an diesem Experiment „Hilft Hypnose bei ALS?“ teilnehmen möchte. Da ich mich aber am 4.9.2013 in Wien einer Stammzelltherapie unterzogen habe und im Anschluss eine Entgiftung von Schwermetallen durchgeführt habe, entschloss ich mich dagegen. Ich wollte vermeiden, dass bei eventuell auftretenden Veränderungen meines Gesundheitszustandes nicht erkennbar ist, welche Therapie dafür in Frage kommt. Zusätzlich muss ich gestehen, dass ich Hypnose immer belächelt habe und es für Hokus-Pokus hielt. „Bei mir klappt das eh nie“, dachte ich immer. Somit kam es dann zu -Probandin 1, Petra- und -Probandin 2, Kerry-. Mit Erstaunen verfolge ich nun deren Blog’s und bin von den Erfolgen in dieser kurzen Zeit begeistert. Meine Stammzelltherapie ist nun knapp 12 Wochen her, bisher ist es zu keiner Verbesserung gekommen, man sagt zwar, es kann bis zu 4-6 Monate dauern, aber leider schreitet die Krankheit weiter schleichend voran. Somit habe ich mich nun für die Hypnose entschieden, denn sollte es auch bei mir zu kurzfristigen Erfolgen kommen, können diese nur durch die Hypnose entstanden sein. Mal sehen was sich morgen ergibt, ich bin sehr gespannt ob Dirk es schafft mich in Hypnose zu bringen, wie ich es empfinde und ob es uns beiden danach noch gut geht … Asta la vista, Dirty Harry

1. Hypnose am 26.11.2013

Die 1. Hypnose ist für Dienstag den 26.11.2013 geplant

Vorstellung ALS-Fighter Leverkusen

Harry wird sich in Kürze vorstellen.

Weitere Dokumentationen

Parallel finden 2 weitere Therapien statt. Diese sind ebenfalls in Blogs dokumentiert.

Blog 1 Petra:

http://als1.myblog.de

 

Blog 2 Kerry

http://als2.myblog.de

Warum Hypnose, welche These?

ALS ist zu mehr als 90% eine idiopathische Erkrankung. D.h., dass der Krankheitsauslöser nicht diagnostiziert werden kann.

Ich vertrete die These, dass, wenn die „Seele“ ( nicht religiös gemeint ) durch nicht verarbeitete Belastung, Traumata, Erlebnisse… zu stark belastet ist, sie sich in eine Krankheit flüchten kann. Das können Allergien, nervöse Ticks, Tinnitus aber auch andere Krankheiten wie Epilepsie, Parkinson oder ALS sein. Alle diese Krankheiten sind idiopatisch veranlagt.

Das zugrundeliegende Trauma… ist den Erkrankten regelmäßig nicht bewusst, es kann sogar in der frühesten Kindheit liegen. Unter Hypnose kann das Unterbewusstsein befragt werden, ja, es kann ein regelrechter Dialog mit ihm geführt werden. Kann der Auslöser gefunden werden, so ergeben sich Behandlungsmöglichkeiten. Weiter ist es unter Hypnose möglich, sogenannte Informationszellen an den Krankheitsherd zu entsenden, um sich die Situation genau beschreiben zu lassen und um den Krankheitsherd genau zu lokalisieren. An diesem Ort können sodann die Selbstheilungskräfte gezielt eingesetzt werden.

Hypnose hat die Möglichkeit, Körperfunktionen zu beeinflussen. Jeder kennt das aus dem Fernsehen, dass Showhypnotiseure Personen am Boden festkleben lassen oder Muskelkraft derart verstärken, dass z.B. ein „lebendes Brett“ entsteht. Spannend wird es sein herauszufinden, ob sich unter Hypnose, ein geschwächter Muskel zeitweise oder gar dauerhaft stärken lässt, ob Atemfunktionen stabilisiert werden können, ob Stimmbänder reaktivierbar sind…

Unbestritten ist wohl, dass Hypnose die Seele aufhellen, Kraft einflößen und Entspannung bewirken kann.